Der Columbus Schornstein





Columbus America,ein Schornstein geht auf Reise...

...in der HDW-Werft in Hamburg  Sammlung Krüger

der Schornstein der Columbus America © C.Strangfeld

Ein entscheidender Aspekt war der Schornstein der Columbus Schiffe der 70/80er Jahre,wobei sie sich im laufe der Jahrzehnten doch später gewaltig verändert hatten.Die Beschreibung gilt jetzt für den Schornstein der ersten Generation,also die Columbus New Zealand ,Australia und America.Ist zwar ein wenig trockener Stoff,aber der eine oder andere kann schon was damit anfangen.Diese Schornsteine haben schon gewaltig für das äußere Erscheinungsbild des Schiffes beigetragen und man konnte schon vom weiten erkennen,was da auf einem zukam ;-),für mich Persönlich war das immer "das Highlight" des Schiffes,vor allen nachts,wenn der Schornstein beleuchtet war mit dem sogenannten "Heiligenschein",was ja nur im Hafen geschah.Im laufe der nächsten Jahre wurde das Erscheinungsbild des Schornstein doch massiv verändert bis er eines Tages nicht mehr zu sehen war und durch "herkömmliche" Schornsteine ersetzt wurde oder es wurden teilweise auch die Plattformen auf gewöhnliche Schornsteine gesetzt,s.die Russenpanzer,was denn eigentlich nicht mehr so schön aussah,aber eben noch einen Erkennungswert hatte.Ich denke mal,zum Schluß der der Columbus Line war das sicherlich auch ein Kostenpunkt,der da zum tragen kam.In meiner Zeit hatte ich etliche Tage auf/an dem Schornstein verbracht,um das Schmuckstück immer im vollen Glanz zu halten.Der Aufwand war immer recht groß,aber hatte sich immer gelohnt,zumal man ja auch einen tollen Ausblick von da aus hatte.Zeige hier noch ein paar Bilder vom Schornstein,aber nur einige,weil die sich doch über die gesamte HP großzügig verteilen und auch immer wieder ein großer Bestandteil dieser Seiten sind.

1* Bei der Gestaltung des Schornsteins wurde von folgenden Forderungen ausgegangen: 1.Die Rauchgase sollen frei vom Schiff fortgetragen werden 2.Beherbergung der Rauchrohre,der Ausblaseleitungen für Sicherheitsventile sowie diverser Entlüftungsrohre im Schornsteingehäuse 3.Der Schornstein darf die Ladearbeiten der auf dem Achterdeck gefahrenen Container nicht behindern.Das waren erstmal die Grundvoraussetzungen.Um diese Forderungen zu entsprechen,wurde nach umfangreichen Windkanalversuchen in der Technischen Universität hannover ein schlanker nach vorn geneigter Schornstein mit einer Leitplatte entworfen.Bie dieser Form bot sich an,den Signalmast mit in den Schornstein einzubauen und zu einer Einheit zu verbinden.




Skizze Seitenansicht

Skizze Vorderansicht

Der aus SM-Stahl gefertigte Schornstein einschließlich Signalmast wiegt ca. 47 t und er ist 16 m hoch.Über dem Schornstein sollen etwa 120000 m³/h Rauchgas vom Schiffskörper fortgeführt werden.Der Schornsteingrundkörper ist eine nach vorn geneigte Röhre mit einem Durchmesser von 3300 mm und einer höhe von 9600 mm.Der 8 mm starke Mantel ist durch Ringe und Längsstreifen in beulsteife Felder aufgeteilt.Die durch den Seegang auftretenden Kräfte,hervorgerufen durch Schräglage bzw.Beschleunigung der leitplatte,werden über die Stützrohre und Rauchrohre von der Radarplattform und der Zwischedecke aufgenommen und weitergeleitet.Die Stützrohre zwichen dem Schornsteingrundkörper und der Leitplatte dienen gleichzeitig zum Ableiten von amfallenden Regenwasser.Die Rauchrohre sind von der Zwischendecke bis zum Rauchgasaustritt doppelwandig ausgeführt.Das äußere tragende Rohr ist aus 8 mm,das innere Rauchgasführende aus 6 mm Stahlblech hergestellt.Zwischen Innen- und Außenrohr befindet sich eine 50 mm starke Isolierung aus Steinwolle.Die Leitplatte besteht aus zwei 4 mm starken Schalen,die so angeordnet sind,daß sie außen mit dem umlaufenden Rohrring eine Regenrinne bilden,aus der das Regenwasser über die vier Stützrohre abfließen kann.Die Radarplattform liegt in 10 m Höhe und ist durch eine innenliegende Leiter zu erreichen.Auf der Plattform befinden sich zwei Radargeräte,zwei UKW-Antennen und ein Tyfon.Ferner sind im vorderen Teil die erforderlichen Positionslaternen und Flaggenrahmen angebracht.

1* Quellenangabe: HANSA-Schiffahrt-Schiffbau-Hafen 108.jahrgang 1971,Autor R.Blond




Columbus Schornstein mit Stellagen   © M.Krüger

Columbus Schornstein   © M.Krüger

Columbus Schornstein bei Nacht  © M.Krüger