Die Hamburger Seemannsschulen

 

 

Postkarte Seemannsschule Finkenwerder

Sammlung Krüger

Postkarte Seemannsschule Falkenstein

Sammlung Krüger

Postkarte Seemannsschule Bremervörde

Sammlung Krüger

 

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http://de.wikipedia.org/wiki/seemannsschule 

Bilder vom Treffen der ehemaligen Hamburger Seemannsschüler

 

Stelle Euch mal einen Brief vor,den ich mit Erlaubnis der Verfassers und unkenntlichkeit der Namen veröffentlichen kann.Da sich morgen,am Montag,den 13.9.2012 der Tag für uns beide sich genau zum 39.mal Jährt.Und es war auch am einem Montag.....!

 

Hallo Michael,

 

...erst einmal möchte ich Dir meine Anerkennung und meinen Dank zu Deinem wirklich großen Engagement für das Treffen am 1.9. aussprechen. Das würde kaum jemand sonst tun und ohne Deine unermüdliche Mühewaltung dazu würde das sicher nicht stattfinden!

 

Am kommenden Montag, den 13. August, ist es genau 39 Jahre her - und es war auch ein Montag - dass wir in den I. Block nach Finkenwerder kamen. Erinnerst Du Dich noch an Deinen ersten Tag da ? Ich schon. Meine "Ablieferung"(oder sollte ich gar sagen Einlieferung ?) hatte ich Dir ja in meiner Mail vom 12.2. dieses Jahres schon beschrieben. Ich war herzlich froh, endlich von zu Hause weg zu sein und mein Alter war es auch. Also hat dieser Tag doch gleich mindestens zwei Menschen ziemlich glücklich gemacht. Und was kann man mehr erwarten von so einem herrlichen Sommertag, der das war?  

Ich erinnere mich nicht mehr genau, mit wem ich auf der Kammer gewohnt habe, aber ich versuche, das zu rekonstruieren. Definitiv weiß ich noch, dass ich in der Oberkoje links der Tür untergebracht war. Gegenüber in der Oberkoje war R. M.. Das war ein ziemlich tätowierter Bursche, der schon als Deckshelfer auf dem berüchtigten Schiff "M." von F. gefahren war. Im Unterricht Holzpraxis in der Gewerbeschule haben wir uns mal richtig in die Fresse gehauen, das weiß ich auch noch. Die beiden anderen waren nach meiner Erinnerung genau die beiden, die auch noch mit uns bei F. KG angefangen hatten und die ich dann ja auf dem Block mit H. im folgenden Jahr in Falkenstein wiedergesehen habe. Das war bewusster H. T. und ein (Vorname ist irgendwie gerade weg) M. oder so. Ich könnte es aber nicht wirklich beschwören, dass es diese beiden waren. Ich erinnere nur, dass R.M. ganz sicher auf dieser Kammer war.

Ich weiß noch, dass dieser 13. August ein wunderbar warmer Sommertag war. Nach meiner Einlieferung war ich dann später mit irgendwelchen Typen, darunter auch R.M. zunächst an den Finkenwerder Landungsbrücken ein Holsten trinken (das war schon gewöhnungsbedürftig) und dann sind wir nach Hamburg rübergefahren. Schon die Fahrt auf der Elbe mit der Fähre war ja so was wie die große weite Welt. Was da für Schiffe einem entgegenkamen. Die waren ja riesig und am liebsten wäre man gleich mitgefahren. Und die Elbe roch wirklich nach Salz und es roch nach Teer überall, so richtig nach Abenteuer und Weite. Wenn man auf den Pontons in Finkenwerder stand und es kam Schwell, dann hob und senkte sich der Ponton so richtig und man hätte fast denken können, das sei regelrechter Seegang. Man fühlte sich schon so wie Hans Albers mit seinem Schunkelgang und hartgekochten Eiern in den Schuhen. Wie das sich tatsächlich anfühlte, habe ich dann ja alsbald bei monatelangem Schlechtwetter wirklich kennen gelernt.  In der ersten Woche animierte mich einer vom 2. Block namens G. (ich weiß den Vornamen nicht mehr), mal eine Flasche Bacardi mit zu trinken. Ich wusste bis dahin weder, dass es überhaupt weißen Rum gab, noch was zum Donner Bacardi wohl sein könnte.Ich trank in dem kleinen Park weiter hinten in Finkenwerder in der Tat fast die ganze Flasche aus, natürlich ohne Verdünnung und ohne Eis. Wie son richtiger Seemann eben das macht, pur und runner mit dem Zeug. Es kam dann, wie es kommen musste. Mir wurde so übel, dass ich dachte, ich müsse sterben. Ich kotzte aus dem 2. Stock der Seemannsschule herunter und nur R. D. aus dem 2. Block ist es zu verdanken, dass ich nicht ermordert wurde von den Leuten aus dem 1. Stock, wo die Offiziersbewerber wohnten, die da zum Sicherheitslehrgang waren.

 

So weit zu den Erinnerungen zum  Beginn der Schulzeit dort, die sich nun am Montag zum 39. Mal jährt. Der Spruch von Gorch Fock, der heute an dem Haus steht, das dort ist, wo die Seemannsschule damals war, der passt irgend wie zu dem ersten Tag dort, auch wenn es nachher doch ein wenig anders war : "Sünn in de Seils un Schum vörn Steven, dat heet Lachen un dat heet Leben".

 
 

Montag,den 13.08.2012

 

Heute war es nun soweit,Holger und ich haben nach so langer Zeit Bootsmann Stempel wieder getroffen.Das Kuriose dabei ist,heute auf den Tag genau,und es war auch an einem Montag,bin ich in Finkenwerder"eingeschult"worden.Nun habe ich Bootsmann Stempel nach so langer Zeit in der G7(Staatliche Gewerbeschule Werft und Hafen) wieder getroffen.Es waren ein paar unvergessliche Stunden,wo wir in den Erinnerungen hin und her gesaust sind.Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack an Bildern,ein ausführlicher Bericht folgt in den nächsten Tagen.

 
Bootsmann Stempel,Holger und ich               © M.Krüger ....im Keller der Hafen und Gewerbe Schule             © M.Krüger

 

Wir,Holger und ich,waren ja schon im letztes Jahr im Sommer an der G7,aber leider hatten die da Schulferien.So konnten wir uns die Schule nur von aussen ansehen.Dank dem Treffen mit Bootsmann Stempel und seiner Anfrage bei der Schule hatten wir nun einen schönen Einblick vergangener Tage!Es waren auch ein paar Schüler da,die sich im Takelkeller am Knoten und Spleißen versuchten.Da konnten wir Bootsmann Stempel gleich wieder in seinem Element bewundern und konnten uns das Grinsen nicht verkneifen,er hatte sich nicht verändert.Der gute Mann ist immerhin schon 81 Jahre,aber die sieht man Ihm nicht an.So haben wir ein paar schöne Std. verbracht,in Erinnerungen geschwelgt und so manches ist wieder zu Tage gekommen,was man schon längst vergessen hatte.Ich war eigentlich schon froh,das keiner von den Herrschaften auf die Idee kam,unser gelerntes doch mal vor zubringen,hätte peinlich enden können;-)

  

Im Takel-keller der G7          © M.Krüger Im Takel-keller der G7          © M.Krüger

 

Oh,sooo viele Marlspieker.....!

© M.Krüger

Sah bei uns damals auch nicht besser aus...!

© M.Krüger

 

So sagte Bootsmann Stempel auch,das wir die ersten Seemannsschüler wären,die er nach seiner aktiven Zeit wieder getroffen hätte.Leider kann er nicht zu den Treffen ehemaliger Seemannsschüler kommen,was er natürlich sehr bedauerte.Er lässt auf diesem Wege natürlich Grüsse an alle ausrichten,die Ihn kennen.Jeder,der noch an der Seefahrt hängt,und da gehöre ich mit Sicherheit dazu,gehört dieser Tag zu denen,die man nicht so schnell vergisst.Wir haben auch beschlossen,das wir uns an der G7 wieder treffen und sind von der Schule auch eingeladen worden,Sie jederzeit zu besuchen.

Dies war denn mal ein kleiner Bericht von dem Treffen mit Bootsmann Stempel.Mein Dank geht an dieser Stelle auch der G7,die es uns ermöglich hat,uns in Ihren Räumen auf zuhalten.Ein besonderer Dank geht auch an Frau Taraske,durch Sie habe ich den Kontakt zu Bootsmann Stempel erst herstellen können.



Dokumente

 

Hier mal eine kleine Auswahl an Dokumenten,die mir ein ehemaliger Seemannsschüler überlassen hat.Freue mich sehr,das es noch ehemalige Seemannsschüler gibt,die so etwas nach langer Zeit noch aufgehoben haben.Es sind eine menge Dokumente,die ich hier nach und nach einstelle,wobei ich Namen und Adresse des Schülers unkenntlich mache.Finde es sehr interessant zu lesen,was man alles in der damaligen Zeit beachten sollte.Auch die Art,wie in den 60er Jahren geschrieben wurde,ist bemerkenswert.

 


Zum vergrößern auf das Bild klicken!!!

 

 

 Bewerbung (1)

 

Bewerbung (2)  Bewerbung (3) Bewerbung (4)

 

 Merkblatt (1)

 

 Merkblatt (2)  Merkblatt (3)  Merkblatt (4)

 

 

 Merkblatt (5)

 

Anreise nach Finkenwerder Antwort der Schule(1) Antwort der Schule(2)

 

 

Antwort der Schule(3)

 

 Abschlußzeugniss (1)
 Abschlußzeugniss (2) DLRG-Scheine

 

   
     

 

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